Gleich vier startfreundliche 4.000er auf einem Fleck. Alphubel 4.206 m, Allalinhorn 4.027 m, Rimpfischhorn 4.199 m und Strahlhorn 4.190 m sind geradezu prädestiniert für ein ausgedehntes hochalpines Gleitschirm Gipfelhopping.
| Talort: Täsch 1.449 m | Parkplatz: Täschalp 2.200 m |
| Landemöglichkeiten: 1. Täsch: Nördlich des Matterhorn Terminals 2. Täschalp: Auf den großen Almwiesen südöstlich der Täschalp 3. Täschhütte: Entweder 100hm oberhalb oder auf 2.540 m an den darunter gelegenen Hütten | Startplätze: 1. Alphubel: Vom Gipfelrücken auf 4.200 m in alle Richtungen möglich 2. Allalinhorn: Von der Schulter unterhalb des Gipfels auf ca. 3.950 m in Richtung NW bis SW 3. Rimpfischhorn: Vom Rimpfischsattel auf 4.000 m in Richtung N bis W 4. Strahlhorn: Unterhalb des Gipfels auf ca. 4.170 m in Richtung N bis W |
Naturschutz
Bei den o.g. Landemöglichkeiten handelt es sich nicht um offizielle Landeplätze. Die Vermeidung von jeglichem Lärm, das großräumige Abstandhalten von Wildtieren und insbesondere Vieh auf Almweiden (wie z.B. an der Täschalpe) sowie die Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten der Hüttenwirte und anderer Bergsteiger sollten selbstverständlich sein.
Air Zermatt
Im Tal von Zermatt sind die Hubschrauber von Air Zermatt an schönen Tagen im Dauer(rettungs)einsatz. Zudem werden vereinzelt Touristen mit dem Heli auf dem Rücken zwischen Alphubeljoch und Feechopf abgesetzt. Meidet daher den Luftraum über Zermatt großräumig und startet nicht, wenn ein Heli in der Nähe ist.
Tourenbeschreibung
Von Täsch aus entweder aufsteigen (Parken am Campingplatz für 5 CHF / Tag möglich) oder noch mit dem Auto rauf zur Täschalpe ca. 750 hm. Von dort aus dem ausgeschilderten Weg 500 hm hinauf folgen bis auf die gemütliche Täschhütte auf 2.701 m, welche uns als Stützpunkt diente. Die nachfolgend beschriebenen Gipfel sind sämtlich Hochtouren mit Gletscherüberschreitungen. Eine entsprechende Hochtourenausrüstung nebst Sicherungskenntnissen ist obligatorisch.
Alphubel
Von der Täschhütte über das Alphubeljoch (3.782 m) über den traumhaften Südgrat zum Gipfel (Hochtour Schwierigkeit PD). Der Gipfelrücken bietet wenig anspruchsvolles Statgelände mit Möglichkeit des Starts in praktisch jede Himmelsrichtung. Der von uns genutzte Weststartplatz, ca. 100 m südlich des Gipfels, hat eine perfekte Neigung. Vom Alphubel bietet sich ein kurzer Abstecher zum Allalinhorn an. Kurz nach dem Feejoch gibt es oberhalb der gut sichtbaren Gletscherabbrüche auf 3.800 m eine ebene Landemöglichkeit.
Allalinhorn
Wie oben beschrieben, lässt sich der dezent überlaufene Bergbahngipfel Allalinhorn mit einem kurzen Flug vom Alphubel aus mit wenig zusätzlichen Höhenmetern (weniger als 250 hm) gleich noch mitnehmen (Hochtour Schwierigkeit F). Der Startplatz auf der Schulter unterhalb des Gipfels ist etwas steiler und damit anspruchsvoller als am Alphubel. Pins oder jedoch der Rand einer Gletscherspalte ermöglichen das Auslegen des Schirms.
Rimpfischhorn
Von der Täschhütte dem Steig an der Westflanke des Tals entlang nach Süden bis in die Pfulwescharte (3.155 m) folgen. Der Steig am Hang entlang ist abschnittweise (zumindest in der Dunkelheit) nicht gut zu erkennen und auch in der Karte von Swisstopo nicht durchgängig eingezeichnet. Dennoch geht er durch und trifft schließlich auf den deutlichen Steig zur Scharte, welcher vom Talgrund hinauf führt. Aus der Scharte Richtung Osten. Die Pfulwe über eine Schulter an ihrer Nordseite umgehen. Danach hinauf zum Grat und diesem, teilweise in leichter Kletterei (I.-II. Grad) bis hinauf zum Rimpfischsattel auf 4.001 m folgen. Der Aufstiegt zum Felsgipfel des Rimpfischhorn bietet – je nach Ausaperung – durchaus luftige alpine Kletterei im II.-III. Grad (Hochtour Schwierigkeit PD+). Wer den Verhauher die Firnrinne weiter gerade hinauf nimmt, klettert sogar noch ein bisschen schwerer.
Der Rimpfischsattel auf 4.001 bietet ideales, wenig anspruchsvolles Startgelände. Wer noch weiter zum Strahlhorn möchte, dreht nach dem Start direkt nach Nordost und landet am Adlerpass auf 3.789 m auf dem flachen Gletscher.
Strahlhorn
Vom Adlerpass zieht ein langer Schneerücken hinauf bis zum Gipfel des Strahlhorns. Ein ziemlich langer Schneehatsch, wenn die Sonne vom Himmel brennt (Hochtour Schwierigkeit PD-). Umso schöner und entspannter ist dafür der Start direkt unterhalb des Gimpfels. Der Rücken ist im oberen Teil so flach, dass ein bisschen mehr Wind gar nicht schadet, um hier in die Luft zu kommen.
