Sonne hinter dem Nebel

Die Sportkletter-Mehrseillängen-Tour Sonne hinter dem Nebel am Öfelekopf nahe dem Klettergarten Chinesische Mauer bei Leutasch hat alle Voraussetzungen dazu! Nur eine knappe Stunde Zustieg, 10 Seillängen Kletterei in homogener Schwierigkeit in super Fels. Was will man mehr? Die Kletterei ist zudem abwechslungsreich. Von technischen Platten bis überhängende Henkelschwingerei ist alles geboten. Klettergartenmäßige Absicherung und eine super komfortable Abseilpiste, über die man mit drei Mal Abseilen den Wandfuß wieder erreicht, runden den unbeschwerten Klettergenuss ab. Wer also die wohlwollend bewertete Kletterschwierigkeit von 8+/9- bringt, sollte sich dieses Schmankerl nicht entgehen lassen!

Kletterlänge: ca. 250 m Ausrichtung: Südost/Süd
Seillängen: 10Schwierigkeit: 8+/9- (7 A0)

Zustieg

Auf dem Wanderparkplatz bei Puitbach nahe Leutasch parken. Vom Parkplatz der Landstraße ca. 150 m Richtung Mittenwald folgen, bis eine Teerstraße in Richtung der schon gut sichtbaren Wände des Klettergarten Chinesische Mauer und der links oberhalb davon liegenden Südostwand des Ofelekopf abzweigt. Der orangen Beschilderung zum Klettergarten Chinesische Mauer folgen. An der Abzweigung am Hang mit Beschilderung des Zustiegs zu den einzelnen Sektoren des Klettergartens links halten und der Beschilderung zum Sektor Hongkong folgen. Links des Klettergartens und links eines von oben herabziehenden Grabens führt ein freier Rücken hinauf zum Wandfuß. Der Einstieg befindet sich bei einer kleinen isolierten Baumgruppe (siehe Bild).

Kletterei

Die Tour startet zunächst mit drei mit 7- bewerteten technischen Plattenseillängen, wobei uns die erste Seillänge fast ein bisschen schwerer vorkam. Danach steilt es zu der Schlüsselseilläge hin auf. Die Plattenschleicherei weicht fantstischer überhängender Henkelkletterei. Sobald man den steilen Teil der Schlüsselseillänge überwunden hat, wartet noch ein plattiger Queergang oberhalb des Überhanges. Hier könnten ein paar mehr Begehungen der Tour nicht schaden. Bei uns war dieser Quergang recht staubig und der Flechtenbewuchs erhöht nicht gerade die Reibung der Schuhe. Insgesamt kam uns die mit 8+/9- bewertete Schlüsselseillänge dann doch recht wohlwollend bewertet vor. Die von hier nach links aufwärts querende Orginalführe bietet wieder super plattige Wandkletterei mit einer einzelnen giftigen -aber schönen- 8er Stelle im oberen Teil. Danch nur noch Paisir bis zum (für uns) letzten Stand unterhalb eines Daches. Die letzte Seillänge überwindet noch den Überhang (8 A1). Die hinter der Gehrenspitze verschwindende Sonne, die Aussicht auf technische Kletterei und die verlockende Abseilpiste unter uns, ließ uns dann doch gegen diesen letzten Aufschwung entscheiden.

Die Abseilpiste erfordert 60m Halbseile. Dafür ist man mit 3x Abseil super komfortabel und schnell wieder am Einstieg.

Ausrüstung

  • 17 Expressschlingen (wem die Tour übersichert ist, der nimmt halt weniger mit :-))
  • Doppelseile 60 m

Absicherung

Die Tour ist klettergartenmäßig in engen Abständen gebohrt. Bis auf Exen braucht man nix. Plaisir pur für einen absolut entspannten Klettertag.

Schwierigkeit

Die unteren Plattenseillängen fordern eine gute Technik. Die überhängende Schlüsselseillänge ein bisschen mehr Körperspannung und Strom an großen (Untergriff-)Kellen. Insgesamt für uns gefühlt wohlwollend bewertet und durch die enge Absicherung fast überall auch A0 möglich.

Abstieg

Der Abstieg folgt dem Aufstieg.